Was ist mein Handicap beim Footgolf?

Das Handicap (abgekürzt HCP) bildet die aktuelle Spielstärke eines Amateurspielers ab. Einsteiger haben HCP 36 bei der ersten Runde.

Wozu braucht man das Handicap im Footgolf?

 

Die Turniere im Footgolf werden derzeit als reines Zählspiel ausgetragen. Es gewinnt der Spieler, der nach einer oder mehreren Runden die wenigsten Stöße gebraucht hat. Fehler werden fast nicht verziehen. Amateure oder Gelegenheitsspieler machen nun mal Fehler und haben deshalb keine Chance. Nur Spieler mit großer Routine und viel Spielerfahrung haben echte Siegchancen bei diesen Turnieren. Die derzeitige Praxis des Spielens ohne Handicap verschafft also den „Profis“ größere Siegchancen. Diese machen den Sieg unter sich aus. Dieses Turnierformat mit reinem Zählspiel und ohne Handicap wird auf Dauer den "Profis" vorbehalten bleiben. Sicherlich werden Amateure immer wieder Mal die Euphorie genießen wollen, an einem internationalem Footgolf-Turnier der "Profis" teilzunehmen. Spätestens beim Blick auf das Leaderboard wird sich bei den meisten Amateuren Ernüchterung breit machen. Man ist ohne Chance! 

 

Damit Footgolf weiter schnell wächst und für die Spieler auf Dauer attraktiv bleibt, muss es ein Handicapsystem wie in anderen Sportarten (zum Beispiel Golf) geben. Das Handicap bildet die aktuelle Spielstärke eines Spielers ab. Bei einem Turnier gewinnt also nicht von vorn herein der vermeintlich beste Spieler. Es entscheidet die Tagesform und JEDER kann JEDEN schlagen. Der Footgolfer mit dem höchsten Handicap hat eine echte Chance gegen den Spieler mit den niedrigsten Handicap. Der Sohn kann den Vater schlagen, die Frau den Mann, der Mitarbeiter den Chef. Das Handicap macht es möglich. Deshalb führen beim FOOTGOLF im ERZGEBIRGE ab sofort ein Handicap. 

 


Berechnung des Handicaps beim Footgolf

Einstieg Handicap 36 bedeutet:

Jeder Spieler ohne Handicap (abgekürzt: HCP) hat mindestens zwei Stöße pro Loch mehr zur Verfügung als der Platzstandart vorgibt. Bei einem Par 4 (ein Spieler mit Platinstatus spielt dieses Loch mit vier oder weniger Stößen) beträgt das persönliche Par des Spielers SECHS. Der Spieler darf also zwei Stöße mehr brauchen als der Platinspieler. Der Spieler sollte also mit sechs Stößen im Loch sein, um sein persönliches Par zu erzielen. Das persönliche Par wird vor Beginn der Runde direkt auf die Scorekarte geschrieben. Dieses persönliche Par dient dem Spieler als Orientierung, wann ein Weiterspielen an einem Loch zur Verbesserung des HCP keinen Sinn mehr macht. Er kann dann in einer privaten Runde den Ball aufnehmen. In einem Turnier muss der Spieler den Ball aufnehmen, wenn er das Spiel der anderen Mitspieler (in der Spielgruppe oder der anderen Turnierteilnehmer) behindert, weil es zu lange dauert.

 

Ermittlung des aktuellen Handicaps:

Für die Ermittlung des aktuellen HCPs wird das Ergebnis des Spielers pro Loch in Punkte umgerechnet. Für jedes Loch, was der Spieler schlechter als sein persönliches HCP spielt (er also mehr Stöße als das auf der Scorekarte verzeichnete persönliche Par benötigt), wird ihm ein Minuspunkt notiert. Es ist dabei egal, wie viele Stöße er mehr braucht. Das Loch wird immer mit einem Minuspunkt gewertet.

 

Für jedes Loch, bei dem der Spieler die Anzahl der Stöße braucht, um den Ball ins Loch zu spielen, die seinem persönlichen Par entsprechen, wird dem Spieler eine Null aufgeschrieben.

 

Spielt ein Spieler ein Loch besser als sein persönliches Par, erhält er für jeden Stoß, den er weniger benötigt als sein persönliches Par, einen Pluspunkt gutgeschrieben. Spielt er also eine Fünf bei einem persönlichen Par Sechs, bekommt er einen Pluspunkt. Spielt er sogar eine Vier statt der sechs, erhält er sogar zwei Pluspunkte für dieses Loch gutgeschrieben. Bei einer Drei statt einer Sechs sind es drei Pluspunkte und so weiter und so fort.

 

Auf diese Art und Weise erzielt der Spieler ein Punktergebnis. Wenn dieses Punktergebnis negativ ist, hat er sein HCP nicht gespielt und wird je nach Handicapklasse und Puffer in derjenigen im Handicap um 0,1 Punkte nach oben gestuft. Beträgt das so erzielte Punktergebnis des Spieler Null hat er genau sein Handicap gespielt. Es erfolgt keine Veränderung des Handicaps. Erzielt der Spieler ein positives Punktergebnis hat der Spieler in dieser Runde sein Handicap verbessert. Je nach Klasse wird sein Handicap nach unten gestuft:

Die Handicapklassen FOOTGOLF ERZGEBIRGE

Bronze

Handicapklasse Bronze ab 36,0: Bis zu einem Handicap von 18,1

hat ein Spieler Bronzestatus. Man kann sich nur verbessern. Pro Pluspunkt (besser als 0) wird das Handicap um 1,0 Punkte nach unten gesetzt. Spielt man mal schlechter als sein Handicap, wird man nicht nach oben gesetzt. Alles easy!

Silber

Handicapklasse Silber ab 18,0:

Bis zu einem Handicap von 6,1 hat ein Spieler Silberstatus. Pro Pluspunkt (besser als 0) wird das Handicap um 0,5 Punkte nach unten gesetzt. Der Puffer beträgt drei Minuspunkte. Erst wenn man mehr als drei Minuspunkte hat, wird das Hcp um 0,1 nach oben gesetzt. 

Gold

Handicapklasse Gold ab 6,0:

Bis zu einem Handicap von 0,1 hat der Spieler Goldstatus. Pro Pluspunkt (besser als 0) wird das Handicap um 0,3 Punkte nach unten gesetzt. Der Puffer beträgt 2 Minuspunkte. Erst wenn man mehr als zwei Minuspunkte hat, wird das Hcp um 0,1 Punkte hoch gesetzt.

Platin

Handicapklasse Platin ab 0,0:

Das ist die Klasse der Profis, welche nach unten offen ist. Pro Pluspunkt (besser als 0) wird das Handicap um 0,1 Punkte nach unten gesetzt. Der Puffer beträgt nur noch  1 Minuspunkt. Wenn man mehr als 1 Minuspunkt hat, wird das Hcp um 0,1 nach oben gesetzt.



Footgolf Erzgebirge Handicapliste 29.10.19

Handicapführung durch Footgolf Erzgebirge

 

Jeder Spieler kann sein Handicap vom Vorgabenausschuss führen lassen. Spieler ohne offizielles Handicap können an offiziellen Wettspielen des Lizenzgebers teilnehmen, starten aber für das Wettspiel mit einem Handicap von 18, wenn es Preise oder Preisgelder zu gewinnen gibt. Das Handicap eines Spielers wird offiziell, wenn er an mindestens drei Turnieren teilgenommen oder drei Runden unter Anwesenheit eines lizenzierten Zählers gespielt hat. In der Regel werden die Sieger in den Handicapklassen der Teilnehmer ausgespielt. Bei weniger als drei Teilnehmern in einer Handicapklasse wird diese mit einer anderen Handicapklasse zusammengefasst oder es werden völlig neue Handicapklassen gebildet, die dem Teilnehmerfeld entsprechen.